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Mehrtagesreittour "Heide-Kunst"

Rubrik:Reiten, Mehrtagestour
Start:Gestüt Wiedenhof in Jesteburg
Streckenverlauf:Wilsede, Volkwardingen, Bispingen, Timmerloh
Ziel:Hof Springhorn in Neuenkirchen
Länge:ca. 82 km
Dauer:5 Tage
Schwierigkeit:Der Schwierigkeitsgrad ist niedrig, es bestehen keine Schwierigkeiten durch extreme Steigungen oder schwierige Durchritte.
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert.
Kartenmaterial:Die Reitroutenkarte Naturpark Lüneburger Heide ist erhältlich beim Verlag PublicPress.
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Informationen zur Tour

Diese 5-tägige Reittour verbindet besondere Naturerlebnisse mit moderner Kunst und ist 82 km lang. Anfang und Ende der Tour liegen an den bedeutendsten Stätten moderner Kunst in der Lüneburger Heide.

Erleben Sie die Ruhe und Weite der Heide (Quelle: Naturpark Lüneburger Heide)

Erleben Sie die Ruhe und Weite der Heide (Quelle: Naturpark Lüneburger Heide)

Kunst und Natur in 5 Tagen bietet Ihnen die Mehrtagesreittour "Heide-Kunst". Sie verbindet die beiden bedeutendsten Stätten moderner Kunst in der Lüneburger Heide: die Kunststätte Bossard in Jesteburg sowie den Springhornhof in Neuenkirchen. Beide Kunststätten sind lebende, sich weiter entwickelnde Orte modernen künstlerischen Schaffens.

Sie starten auf dem Gestüt Wiedenhof in Jesteburg. Dort verbringen Sie nach der Anreise einen Tag in der Kunststätte Bossard. Vom Gestüt aus können Sie die Kunststätte bequem mit dem Fahrrad oder zu Fuß erreichen. Die Pferde bleiben auf der Koppel. Die Kunststätte Bossard befindet sich auf einem ca. 3 ha großen Heidegrundstück zwischen Jesteburg und Lüllau, mitten im Wald gelegen. Mit diesem einzigartigen Gesamtkunstwerk verwirklichten Johann Michael Bossard und seine Frau Jutta Bossard-Krull ihren Lebenstraum von einer Stätte, an der die verschiedenen Künste Architektur, Bildhauerei, Malerei, Kunstgewerbe und Gartenkunst zu einer Einheit verschmelzen. Sie arbeiteten bis zum Tode Johann Michael Bossards (1950) unermüdlich an diesem Werk. Dabei wurden nicht nur die verschiedenen Stile der Zeit aufgegriffen, sondern auch unterschiedliche und moderne Materialien verwendet. In der Kunststätte Bossard sind neben dem neuen Atelier auch der Kunsttempel sowie der Edda-Saal und das Urgebraus des Wohn- und Atelierhauses zu sehen.

Am dritten Tag geht es im Sattel über Asendorf in die reizvolle Heidefläche "Auf dem Töps" in Richtung Wesel. Die Heidehochfläche " Auf dem Töps" ist 109 m über NN gelegen und man hat von dort bei klarem Wetter einen wunderbaren Weitblick bis nach Hamburg. Außerdem sieht man hier Schafställe und Bienenzäune. Mit etwas Glück treffen Sie hier auf eine der Heidschnuckenherden im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide bei ihrer Arbeit. Die Beweidung der Heide mit Heidschnucken ist wohl die bekannteste Methode, die Heide zu pflegen und zu erhalten. Durch den Verbiss der Heidschnucken wird ein junger Austrieb der Heide bewirkt. Heide sollte auf einer Länge von etwa 15 cm gehalten werden, damit sie jung und dicht bleibt und schön blüht. Wird die Heide länger oder älter, verholzt sie. Heidschnucken sind also wichtige Landschaftspfleger.

Ein erster Zwischenstopp wird in Wilsede inmitten des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide eingelegt. Hier bieten sich Erfrischungen sowie der Besuch des Heidemuseums Wilsede an. Das Heidemuseum bietet Ihnen einen anschaulichen Einblick in das Leben eines Heidebauerns vor 200 Jahren und Sie lernen mehr über die Kulturlandschaft und die regionale Bauweise der Lüneburger Heide kennen. Anbindemöglichkeiten für die Pferde sind vorhanden. Außerdem lohnt sich ein Besuch des Erlebnispfades "Heidebauernwirtschaft erleben in Wilsede", wo für Sie die Spuren der Heidebauernwirtschaft lebendig werden. Die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt der Heidemoore können Sie in einer Foto-Ausstellung im Naturspeicher Wilsede bewundern. Der Tag endet auf dem Ferienhof Cohrs in Volkwardingen. Gastfreundschaft und ruhige Zimmer lassen die Anstrengung der ersten Kilometer vergessen.

Nach gemütlichem Frühstück setzt sich der Ritt fort in Richtung Süden über Bispingen und das Luhe-Tal bis Timmerloh. Dort wendet sich die Route nach Westen. Nördlich von Soltau reiten Sie auf Neuenkirchen zu. Durch Wälder und Heidelandschaften der Riemsheide erreichen Sie hinter dem Bahnhof Frielingen Hof Springhorn. Hier warten großzügige Boxen und gemütliche Appartements. Auch Ihr Fahrzeug und Anhänger haben den Weg vom Gestüt Wiedenhof nach Springhorn gefunden.

Nach zwei Tagen im Sattel steht nun wieder Kunst im Vordergrund: der Springhornhof in Neuenkirchen. Ein besonderes Highlight stellen die Kunstwerke in der Landschaft dar, die sich auch zu Pferd erleben lassen. Bei Ihrem Streifzug werden Sie auf Ungewohntes stoßen: Aus einem Stein dringen Geräusche, ein Baum steht Kopf und wenn Sie auf der funkelnden Oberfläche eines mitten im Feld liegenden Spiegels stehen, glauben Sie sich zwischen Himmel und Erde. Die rund 30 Außeninstallationen bieten einen beispielhaften Querschnitt orts- und landschaftsbezogener Kunst, der ständig weiterentwickelt wird. Gemeinsam ist den Arbeiten die Auseinandersetzung mit ihrem Entstehungsort. Sie reflektieren natürliche Prozesse und menschliche Eingriffe, nehmen Bezug auf Mythen und historische Entwicklungen oder analysieren ökologische Zusammenhänge sowie gewandelte Vorstellungen von Kunst und Natur. So erschließen sie dem aktiven Betrachter neue Perspektiven auf Kunst, Natur und die Landschaft der Lüneburger Heide. Mitte der sechziger Jahre ließen sich die Bochumer Galeristen Ruth und Wilm Falazik in Neuenkirchen auf das Wagnis ein, neue Wege der Kunstvermittlung abseits der Zentren zu erproben.

Sie können die Mehrtagestour übrigens pauschal über die Naturpark-Informationsstelle Neuenkirchen buchen. Reiterfreundliche Gaststätten entlang der Strecke sind der Gasthof Wilsede in Wilsede, der Stimbeckhof in Oberhaverbeck und der Heidehof Meningen in Undeloh-Wesel.

Diese Tour liegt im Naturpark Lüneburger Heide. Diese Tour liegt im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide.

Dieses Projekt wurde im Rahmen des Programmes "Natur erleben" gefördert.

Dieses Projekt wurde mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

Die Kunststätte Bossard: Das erste Highlight der Tour (Quelle: Naturpark Lüneburger Heide)

Die Kunststätte Bossard: Das erste Highlight der Tour (Quelle: Naturpark Lüneburger Heide)

Das Heidedorf Wilsede ist eine Zwischenstation auf der Tour (Quelle: Naturpark Lüneburger Heide)

Das Heidedorf Wilsede ist eine Zwischenstation auf der Tour (Quelle: Naturpark Lüneburger Heide)

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