GeoLife | Das Freizeitportal in Niedersachsen | geolife.de

Bad Bodenteicher Seewiesen

Rubrik:Wandern, Eintagestour
Start:Burg Bad Bodenteich, Eingang Seewiesen
Ziel:Burg Bad Bodenteich, Eingang Seewiesen
Länge:8,12 km
Schwierigkeit:Der Weg verläuft auf ebenen Feld- und Wiesenwegen.
Barrierefreiheit:Die Tour ist barrierefrei.
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert.
Kartenmaterial:Kartenmaterial ist erhältlich.

Tour auf der Karte anzeigen »

Informationen zur Tour

Zwei Rundtouren bei Bad Bodenteich durch das Landschaftsschutzgebiet Seewiesen, ein durch Wiesen und Weiden geprägtes ehemaliges Niedermoor.

Vergrößerung kleiner Geräusche am Horchtrichter.

Vergrößerung kleiner Geräusche am Horchtrichter.

Man stelle sich vor: Wo heute Spazierwege verlaufen, lag in der vorletzten Eiszeitzeit vor 300.000 bis 130.000 Jahren ein See. Den See gibt es schon lange nicht mehr. Er ist vor langer Zeit zugewachsen und hat sich zu einem Niedermoor entwickelt. Auch das Niedermoor ist nicht mehr erlebbar, denn es ist einer intensiveren Landbewirtschaftung zum Opfer gefallen. Der Torf im Untergrund ist allerdings noch da, und das kann man auf einem Rundweg durch die Seewiesen spüren: Die bis zu 12 m mächtigen Torfschichten lassen den Boden unter den Schuhen wippen und federn.

In den Seewiesen sind heute typische Vogelarten der Feuchtgebiete anzutreffen: Die Rohrammer, als "Rohrspatz" berüchtigt, lebt vom Frühjahr bis in den Herbst in dem Mosaik aus Schilf- und Röhrichtflächen, Weidendickichten und feuchten Wiesen. Watvögel wie die Bekassine und der Brachvogel können mit Glück im Frühjahr bei ihren Balz-Flugmanövern beobachtet werden

Wer im Frühjahr und Sommer mit offenen Augen durch das große zusammenhängende Wiesengebiet bei Uelzen streift, findet auch in Bodennähe Interessantes und Schönes, darunter Aurorafalter, deren Männchen mit ihren orangefarbenen Flügelspitzen auffallen. Kein Wunder, dass man sie hier antrifft, denn die bevorzugten Futterpflanzen der Raupen des Falters – Wiesen-Schaumkraut und Knoblauchsrauke – gedeihen gut in den feuchten Wiesen.

Im Sommer blüht außerdem in sattem dottergelb die Echte Arnika; die aromatisch duftenden Blüten sollten allerdings niemanden darüber hinweg täuschen, dass die Pflanze giftig ist.

Im Gelände treffen Besucher hin und wieder auf Info- und Erlebnisstationen, darunter beispielsweise einen Horchtrichter, der Tierstimmen und Geräusche verstärkt: Mit einem Ohr dicht am Trichterende werden auch Geräusche, wie das Brummen einer vorbeifliegenden Hummel zum ungewohnten Klangerlebnis. Der Beobachtungsturm in Höhe von Abbendorf ist dagegen etwas fürs Auge: Einfach schön ist es, hier zu verweilen und den Blick über die Wiesen streifen zu lassen.

Dieses Projekt wurde im Rahmen des Programmes "Natur erleben" gefördert.

Dieses Projekt wurde mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

Vom Beobachtungsturm sind im Frühjahr und Sommer Erlebnisse mit Kiebitz und Brachvogel möglich.

Vom Beobachtungsturm sind im Frühjahr und Sommer Erlebnisse mit Kiebitz und Brachvogel möglich.

Aurorafalter-Männchen sind an den orangefarbenen Flügelspitzen gut zu erkennen (Foto: U. Velten, pixelio.de).

Aurorafalter-Männchen sind an den orangefarbenen Flügelspitzen gut zu erkennen (Foto: U. Velten, pixelio.de).

Weitere Informationen als PDF herunterladen Faltblatt mit Routenübersicht

PDF-Ausdruck Informationen als PDF herunterladen (3,56 MB)

« zurück zur Übersicht »