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Cuxhavener Küstenheiden

Rubrik:Fahrrad-Touren, Wandern, Eintagestour
Start:Parkplatz an der K7 zwischen den Cuxhavener Kurteilen Holte-Spangen und Berensch
Ziel:Parkplatz an der K7 zwischen den Cuxhavener Kurteilen Holte-Spangen und Berensch
Länge:25,32 km
Schwierigkeit:Der überwiegende Teil der Route ist gut ausgebaut, je nach Witterung muss auf kurzen Abschnitten geschoben werden.
Kartenmaterial:Das Buch "Natur erleben im Cuxland" enthält eine Karte mit dem Wegeverlauf und weitere Naturerlebnisangebote im Cuxland. Es ist für 4 EUR im Buchhandel im Landkreis Cuxhaven sowie bei der Naturschutzstiftung des Landkreises Cuxhaven erhältlich.

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Informationen zur Tour

Die Cuxhavener Küstenheiden mit ihren trockenen und feuchten Heiden, Mooren, Dünen und lichten Wäldern sind ein niedersächsisches Naturerbe von europaweiter Bedeutung. Auf einer Tour zu Fuß oder mit dem Rad kann man das Gebiet durchstreifen; der Weg verläuft zum Teil unmittelbar am Nordseekliff. Begegnungen mit Wisenten, Heckrindern und Konikpferden sind möglich.

Ausblick vom Feldherrenhügel (Foto: S. Scherer).

Ausblick vom Feldherrenhügel (Foto: S. Scherer).

Die Cuxhavener Küstenheiden sind ein für Deutschland einmaliges Naturerbe.

Nur wenige Kilometer hinter dem Nordseekliff, südwestlich von Cuxhaven, hat sich auf einstigen Waldstandorten ein Mosaik aus rund 70 Lebensräumen entwickelt: Die vom Meereswind gekrümmten Eichenkrattwälder gehören ebenso dazu wie Gewässer, Sandmagerrasen und die größten Bestände der Krähenbeeren auf dem deutschen Festland. Auch hoch spezialisierte Tierarten wie Heidelibelle, Moorfrosch und Neuntöter besiedeln das Gebiet. Über 200 als gefährdet geltende Pflanzen- und Tierarten haben Biologen in den Küstenheiden nachgewiesen.

Die Tour beginnt und endet am Parkplatz an der K7 zwischen den Cuxhavener Ortsteilen Holte-Spangen und Berensch. Vom dort führt der Weg vorbei am Kahleberg, einem bronzezeitlichen Grabhügel, und biegt nach Süden ins Heidegebiet ab. Gleich zu Beginn flankieren die Mitmachstationen des Naturerlebnispfades Holter Heide den Weg. Beim Ausprobieren der Stationen kann man sich auf die Besonderheiten der Küstenheidelandschaft einstimmen.

Die Cuxhavener Küstenheiden sind ein Paradies aus Menschenhand: Sie entstanden mit der mittelalterlichen Waldrodung, und bis 2003 wurden weite Teile der Flächen über 100 Jahre lang als Truppenübungsplatz genutzt. Seit 2006 sorgen Konik-Wildpferde, Wisente und Heckrinder, eine Nachzüchtung des ausgestorbenen Auerochsen, in Großkoppeln dafür, dass aus der Küstenheide nicht wieder Wald wird. Auch Schafe und Ziegen fressen hier für eine gehölzarme Heidelandschaft; sie werden in weiteren Teilen des Naturschutzgebietes in Hütehaltung gehalten.

Gleich südwestlich des ersten Abschnitts vom Naturerlebnispfad erstreckt sich das Wisentgehege. Vielleicht sind die Tiere zu beobachten, häufig halten sie sich jedoch in den dichten Wäldern verborgen.

Die Fahrt weiter in südwestlicher Richtung führt entlang von Koppeln, auf denen ganzjährig Heck-Rinder und Koniks weiden. Durch die Weitläufigkeit der Koppeln sind die Tiere nicht immer zu sehen. Mit größerer Wahrscheinlichkeit können die Tiere vom Wilhelm-Lemke-Aussichtsturm aus beobachtet werden, der kurz vor Altenwalde direkt am Weg liegt. Im weiteren Tourverlauf geht es 4 km durch den Altenwalder Forst Richtung Holte-Spangen.

Wieder im offenen Gelände passiert man einen rosenbewachsenen ehemaligen Bunker, den "Feldherrenhügel". An dessen Südseite führt ein Pfad hinauf zu einem Aussichtspunkt mit weiter Sicht über die Küstenheiden.

Durch Eichenkrattwald und entlang von Wiesen und Weiden geht es jetzt nach Sahlenburg, und dann am Nordrand des Wernerwaldes Richtung Duhner Heide. Hier ist das nächste Etappenziel eine Aussichtsplattform – mit Rundumblick über die Außenelbe, das Wattenmeer, die Insel Neuwerk und die Duhner Heide.

Anschließend folgt die Route einige Kilometer dem Verlauf der Küste, die hier mit Kliffs aufwarten kann. Die bis zu 6 Meter hohe Abbruchkante zwischen Berensch und Duhnen ist dem Umstand zu verdanken, dass die Geest hier mit einer eiszeitlichen Endmoräne direkt an das Wattenmeer heran reicht.

Wer möchte, biegt schließlich am Sahlenburger Strand zum Nationalparkzentrum Cuxhaven im Strandhochhaus ab, ansonsten ist der Wernerwald das nächste Ziel.

Am Westrand des Waldes lohnt ein Abstecher zum Finkenmoorweiher; seine moorbraune Wasserfläche ist gesäumt von Seggen und Röhricht; auf der Wasseroberfläche prangen Seerosen in großer Zahl. Dem unbedeichten Geestrand folgend, die Nordsee zur Rechten und den Wernerwald zur Linken, passiert man das Deemoor, eine Niedermoorsenke, in die bei Sturmflut das Meer weit eindringen kann.

Bei Arensch muss der hier wieder beginnende Deich gequert werden. Von dort führt der Weg über die Straße "Am Ostrand" zurück zum Ausgangspunkt.

Diese Tour liegt im Naturschutzgebiet Cuxhavener Küstenheiden. Diese Tour liegt im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.

Dieses Projekt wurde im Rahmen des Programmes "Natur erleben" gefördert.

Dieses Projekt wurde mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

Konikpferde halten die Landschaft offen (Foto: S. Scherer).

Konikpferde halten die Landschaft offen (Foto: S. Scherer).

Besonders gut lernt man die Küstenheiden bei einer Führung kennen – der NABU Cuxhaven bietet auf Anfrage geführte Touren über den ehemaligen Truppenübungsplatz an.

Besonders gut lernt man die Küstenheiden bei einer Führung kennen – der NABU Cuxhaven bietet auf Anfrage geführte Touren über den ehemaligen Truppenübungsplatz an.

Weitere Informationen als PDF herunterladen Faltblatt "Heckrinder"

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