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Informationspfad Lebendige Feldflur

Rubrik:Wandern, Eintagestour
Start:Parkplatz am Sportplatz, Am Tränkeweg
Ziel:Parkplatz am Sportplatz, Am Tränkeweg
Länge:14,88 km

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Informationen zur Tour

Tour durch die vielfältige Kulturlandschaft um Hondelage. Auf dem Weg liegen unter anderem renaturierte Fließgewässer, Mähwiesen, eine Binnendüne sowie eine stillgelegte Bahnstrecke, die sich zu einem "Grünen Schuntertalband" gemausert hat.

Die Feldreservate nördlich von Hondelage sind Refugien für gefährdete Tier- und Pflanzenarten der Kulturlandschaft – und außerdem eine Augenweide (Foto: FUN Hondelage e.V.).

Die Feldreservate nördlich von Hondelage sind Refugien für gefährdete Tier- und Pflanzenarten der Kulturlandschaft – und außerdem eine Augenweide (Foto: FUN Hondelage e.V.).

Die Umgebung von Hondelage zeichnet sich durch einen besonderen Reichtum an Hecken und Einzelbäumen, Feldrainen, Tümpeln, Teichen und Bächen aus. Der Weg verbindet viele solcher Orte, an denen der Förderkreis Umwelt und Naturschutz Hondelage e.V. (fun) seit Beginn der 1990er Jahre zur Förderung von Arten und Lebensräumen rund um Hondelage aktiv geworden ist.

So sind die Fließgewässer Rohrbruchgraben und Hagenriede nach ihrer Renaturierung heute wieder als grüne Bänder zu erleben, die die Feldmark durchziehen.

Zu einem weiteren Vernetzungselement in der Landschaft hat sich die Trasse der stillgelegten Schuntertalbahn entwickelt: Heute stiftet sie zwischen Querum und Groß Brunsrode als "Grünes Schuntertalband" mit zusätzlich angelegten Landschaftselementen wie Hecken und kleinen Stillgewässern Lebensraumvielfalt.

Am neu angelegten Klosterwiesenteich am nördlichsten Punkt der Route können ganzjährig Enten und Gänse, Kormorane, Blessrallen und Graureiher beobachtet werden; im Spätsommer und Herbst legen hier regelmäßig Watvögel, Kraniche, Schwarzstörche und Fischadler einen Zwischenstopp ein.

Im Siekbruch, einem zusammenhängenden Grünlandbereich im Westen Hondelages mit feuchten Mähwiesen und Weiden, Teichen, Büschen, Einzelbäumen und Baumgruppen, sind mehr als 50 Vogelarten nachgewiesen worden. Sie brüten hier oder nutzen das reichhaltige Nahrungsangebot, darunter auch bekanntere Arten wie Feldlerche und Goldammer, Schafstelze und Neuntöter.

Eine Besonderheit im südlichen Bereich der Route bei Dibbesdorf ist der Gieseberg, eine Binnendüne am Ufer der Schunter. Von den Baumhöhlen der großkronigen Stieleichen, die hier wachsen, starten im Sommer Wasserfledermäuse und Exemplare des Großen Abendseglers, ebenfalls eine Fledermausart, zur Insektenjagd durch die Schunteraue. Auch Greifvogelarten wie Mäusebussard, Habicht und Waldkauz können hier beobachtet werden.

Eine Augenweide sind im März und April die vielen Schlehenhecken in der Umgebung Hondelages, die zu dieser Zeit blühen, und wie weiße Wolken die Wiesen begrenzen.

Dieses Projekt wurde im Rahmen des Programmes "Natur erleben" gefördert.

Dieses Projekt wurde mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

Im Frühjahr blühen rund um Hondelage die Schlehenhecken (Foto: FUN Hondelage e.V.).

Im Frühjahr blühen rund um Hondelage die Schlehenhecken (Foto: FUN Hondelage e.V.).

Schafe und Schottische Hochlandrinder pflegen die Streuobstwiesen –  Artenvielfalt ist das Ziel (Foto: FUN Hondelage e.V.).

Schafe und Schottische Hochlandrinder pflegen die Streuobstwiesen – Artenvielfalt ist das Ziel (Foto: FUN Hondelage e.V.).

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