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Zu den Luchsen durchs Kalte Tal

Rubrik:Wandern, Eintagestour
Start:Haus der Natur im Kurpark Bad Harzburg
Ziel:Haus der Natur im Kurpark Bad Harzburg
Länge:9,48 km
Anfahrt:Anreise mit der Bahn nach Bad Harzburg. Von dort zu Fuß ungefähr 2 km oder mit Bussen der Linien 810, 820 oder 873 zur Haltestelle Burgbergbahn. Von dort 200 m bis zum Haus der Natur, dem Startpunkt.
Von den Rabenklippen gibt es vom Frühjahr bis in den Herbst die Möglichkeit, mit dem „Grünen Harzer“ (Buslinie 875) zurück nach Bad Harzburg zu fahren.

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Informationen zur Tour

Rundwanderung durch die Buchenwälder des Kalten Tals zu den aussichtsreichen Rabenklippen im Nationalpark Harz – hier können Luchse in einem Gehege beobachtet werden.

Seit 2002 vermehren sich im Harz dank eines Wiederansiedlungsprojekts wieder Luchse im Freiland. An den Rabenklippen können die schönen Tiere in einem Freigehege beobachtet werden (Foto: Nationalpark Harz).

Seit 2002 vermehren sich im Harz dank eines Wiederansiedlungsprojekts wieder Luchse im Freiland. An den Rabenklippen können die schönen Tiere in einem Freigehege beobachtet werden (Foto: Nationalpark Harz).

Wenn es losgeht zu den Rabenklippen sind erst einmal 200 Höhenmeter bis zum Burgberg zu überwinden – zu Fuß oder mit der Seilbahn. Oben kann man von der Canossa-Säule den Nordharz und das Vorland weit überblicken. Bei gutem Wetter sind am Horizont Braunschweig, Helmstedt und Salzgitter zu erahnen.

Weiter geht es durch das Kalte Tal mit seinen Buchenwäldern und naturnahen Bachläufen. Das Tal beherbergt eine Besonderheit: eine intakte Feuersalamander-Population. Hier finden die ausgesprochenen Waldtiere bodenfeuchte Laubwälder, die sie bevorzugen, und außerdem naturnahe Fließgewässer zum Laichen.

Die Bergbauvergangenheit des Harzes ist entlang des Weges immer wieder präsent, zum Beispiel in Ortsnamen, denen man begegnet: Die "Säperstelle" – das ist ein ehemaliger Holzentrindungsplatz, und die "Tiefe Kohlstelle" gibt einen Hinweis auf die hier einst betriebene Köhlerei.

Die Folgen des Raubbaus an den ursprünglichen Harzer Buchenwäldern, und der heutige Umgang mit den nun naturfernen Fichtenwäldern sind an einigen Stellen zu sehen: Der Wald wird hier umgebaut: Die nicht bodenständigen Fichten werden gefällt um einen naturnäheren Zustand einzuleiten. Sie machen Platz für Laubwälder und Mischwälder, die in Zukunft von der Buche dominiert werden.

Ein solches Eingreifen ist in einem Nationalpark eine Ausnahme, denn normalerweise soll die Natur hier frei schalten und walten, ganz ohne Eingriffe des Menschen.

Schließlich ist das Luchsgehege an den Rabenklippen erreicht. Dort können die großen Katzen mit den Pinselohren aus nächster Nähe in einer zerklüfteten Gehegelandschaft beobachtet werden. Normalerweise sind sie sehr scheu und in freier Natur kaum zu entdecken. Allerdings bietet das Gehege den Tieren Versteckmöglichkeiten, und Luchsbeobachtungen sind deshalb selbst hier nicht garantiert.

Im Nationalpark Harz ist Anfang 2000 erstmals in Deutschland ein Wiederansiedlungsversuch für die einzige europäische Großkatze gestartet. Er war erfolgreich, und mehrfach hat sich bei den Großkatzen Nachwuchs eingestellt.

Gleich neben dem Luchsgehege befindet sich die autofreie Nationalpark-Waldgaststätte Rabenklippe. Von der Terrasse kann man über das Eckertal weit bis zum Brocken blicken.

Von den Rabenklippen geht es überwiegend auf Waldwegen wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Zur Einstimmung in die Tour oder im Anschluss bietet es sich übrigens an, beim Haus der Natur am Startpunkt vorbeizuschauen: In der kleinen Walderlebnisausstellung geht es auch um den Luchs und die Neuigkeiten aus dem Luchsprojekt Harz.

Diese Tour liegt im Nationalpark Harz.

Beim ‚Haus der Natur‘ startet die Tour. Hier erhalten Wanderer reichhaltige Informationen über den Luchs und seine Wiederansiedlung im Harz (Foto: Nationalpark Harz).

Beim ‚Haus der Natur‘ startet die Tour. Hier erhalten Wanderer reichhaltige Informationen über den Luchs und seine Wiederansiedlung im Harz (Foto: Nationalpark Harz).

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