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Bergwiesen bei Buntenbock

Rubrik:Wandern, Eintagestour
Start:Buntenbock
Ziel:Buntenbock
Länge:6,41 km
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert. Folgen Sie dem Logo des springenden Bocks vor dem Hintergrund einer blauen Blüte; es ist die Blüte des Waldstorchschnabels, einer typischen Pflanzenart der Buntenbocker Bergwiesen.

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Informationen zur Tour

Bunt blühende, artenreiche Bergwiesen sind eine Augenweide. Auf dem Wanderweg rund um Buntenbock erleben Besucher Teile eines europäischen Schutzgebietes mit dem größten Vorkommen von Berg-Mähwiesen in Niedersachsen.

Schlangen-Wiesenknöterich prägt besonders die feuchten Wiesenstandorte bei Buntenbock (Foto: Didi01, pixelio.de).

Schlangen-Wiesenknöterich prägt besonders die feuchten Wiesenstandorte bei Buntenbock (Foto: Didi01, pixelio.de).

Wer in Norddeutschland aufgewachsen ist, kennt sie eigentlich nur aus dem Urlaub in den Alpen: die blütenreichen, vielfältig strukturierten Wiesen in Höhenlagen ab ungefähr 400 Metern.

Doch auch in Niedersachsen kann man im Anblick und im würzigen Duft dieser Wiesen schwelgen, und zwar im Harz, der einzigen Region in der sie in guter Ausprägung vorkommen.

Buntenbock bietet sich für Wiesenspaziergänge an, denn in einem europäischen Schutzgebiet nördlich des Ortes sind die größten Vorkommen der Berg-Mähwiesen in Niedersachsen beheimatet. Am besten unternimmt man die Wanderung zwischen Mai und August, wenn der Blütenreichtum am größten ist.

Schauen Sie auf der Tour einmal, ob Sie einige der Pflanzenarten ausmachen können, die für Berg-Mähwiesen so charakteristisch sind. Zu diesen Arten zählt beispielsweise der bläulich bis rötlich-purpur blühende Wald-Storchschnabel, die Bärwurz mit ihrem Geruch nach Sellerie, die Schwarze Teufelskralle und die weiß blühende Ährige Teufelskralle. Abhängig von den konkreten Standortbedingungen gesellen sich noch viele weitere Pflanzenarten hinzu – auf eher trockenen, ärmeren Standorten zum Beispiel Arnika, auf nährstoffreichen Standorten das Wiesenschaumkraut.

Die Berg-Mähwiesen sind übrigens Ersatzgesellschaften für die Wälder, die hier einst wuchsen. Die Bevölkerung rodete sie mit Beginn des Bergbaus ab dem 12. Jahrhundert, und nutzte die Flächen dann als Viehweide und um Winterfutter zu gewinnen. Die Flächen wurden vorwiegend leicht gedüngt, ein- bis zweimal mit der Hand gemäht und anschließend teilweise beweidet. Berg-Mähwiesen sind also charakteristisch für naturnah bewirtschaftete Berglandschaften. Um ihren Fortbestand zu sichern, müssen sie gleichbleibend, angepasst gemäht und beweidet werden.

Da die Viehwirtschaft in vielen deutschen Mittelgebirgen und auch im Harz erheblich zurückgegangen ist, haben die Berg-Mähwiesen in der Vergangenheit große Flächenverluste erfahren und gehören heute zu den stark gefährdeten Grünlandgesellschaften.

Zum Erhalt der Berg-Mähwiesen existieren seit Jahren Pflegeprojekte, bei denen der Landkreis Goslar, unterstützt durch das Land Niedersachsen, mit einigen wenigen, spezialisierten Landwirten kooperiert.

Weitere Berg-Mähwiesen können Sie übrigens östlich von St. Andreasberg, bei Hohegeiß und nördlich von Zellerfeld erleben.

Diese Tour liegt im Naturpark Harz.

Typische Art der Berg-Mähwiesen: Der Wald-Storchschnabel (Foto: Teemu Mäki, wikipedia.de).

Typische Art der Berg-Mähwiesen: Der Wald-Storchschnabel (Foto: Teemu Mäki, wikipedia.de).

Ebenfalls eine Kennart der Berg-Mähwiesen: Die Schwarze Teufelskralle (Foto: Ozelotenor, wikipedia.de).

Ebenfalls eine Kennart der Berg-Mähwiesen: Die Schwarze Teufelskralle (Foto: Ozelotenor, wikipedia.de).

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