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Naturschutzgebiet Hohes Moor

Rubrik:Wandern, Eintagestour
Start:kleine Runde: Oldendorf; große Runde: Zugang an der B 74 zwischen Elm und Hagenah
Ziel:kleine Runde: Oldendorf; große Runde: Zugang an der B 74 zwischen Elm und Hagenah
Länge:Zwei Rundwege von 2,5 und 7 km Länge.
Schwierigkeit:Bei Nässe festes Schuhwerk oder Gummistiefel anziehen.
Mücken, Bremsen und Zecken sind im Sommer Plagegeister. Denken Sie an schützende Kleidung oder Insektenmittel.
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert. An den Zugängen zum Hohen Moor ist auf zwei Informationstafeln die Wegeführung dargestellt. Die Routen der Rundwege sind an Pfählen farblich gekennzeichnet.
Kartenmaterial:Kartenmaterial ist im Rathaus Oldendorf und beim Landkreis Stade im Naturschutzamt erhältlich.

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Informationen zur Tour

Rundwanderwege entlang wiedervernässter Hochmoorflächen und alter Torfstiche durch das Naturschutzgebiet "Hohes Moor".

Aus der Vogelperspektive sind noch gut die Spuren der früheren Nutzung des Hochmoores zu sehen –  ehemalige Entwässerungskanäle.

Aus der Vogelperspektive sind noch gut die Spuren der früheren Nutzung des Hochmoores zu sehen – ehemalige Entwässerungskanäle.

Wanderer können sich auf den zwei Routen durch das Naturschutzgebiet Hohes Moor zwischen Bremervörde und Stade über ein abwechslungsreiches Landschaftsmosaik freuen: Historische Handtorfstiche und Entwässerungsgräben, Dämme und verbuschte Hochmoorflächen wechseln sich ab mit feuchten Moorwäldern, Randsümpfen, aufgestauten Renaturierungsflächen und zwei flachen Moorseen, den Elmer und den Oldendorfer See.

Zwar wurde im Hohen Moor nie industriell Torf abgebaut. Die tiefen Entwässerungskanäle, kilometerlangen Schlitzgräben und Handtorfstiche haben aber das Gesicht des Hochmoors – das natürlicherweise eine baumlose Landschaft ist – unwiederbringlich verändert.

Trotz dieser Eingriffe ist das, was hier seit der Renaturierung des Hohen Moores ab 2001 entsteht von großem Wert für Mensch und Natur. Das wiedervernässte Hochmoor kann wieder CO2 binden und für den Klimaschutz arbeiten, in dem Paradies aus zweiter Hand wachsen die grün-rötlich gefärbten Torfmoose und typische Hochmoorpflanzen wie Sonnentau und der aromatisch duftende Gagelstrauch, Wollgras und Moorbirke. Auch trompetende Kranichrufe im Frühjahr symbolisieren die Erfolgsgeschichte des Naturschutzes im Hohen Moor: Der Kranich ist in dieses Gebiet als Brutvogel zurückgekehrt, und er ist nicht der Einzige. Können Sie sich vorstellen, dass hier über 60 Vogelarten brüten, darunter Kostbarkeiten wie der Fischadler und die Rohrdommel? Besucher bekommen mit dem Fernglas neben dem Kranich vor allem verschiedene Entenarten, wie die schokoladenbraune Moorente und die Krickente zu Gesicht. Groß ist hier auch die Vielfalt seltener Libellen- und Falterarten, außerdem fühlen sich Moorfrosch und Ringelnatter, Blindschleiche und Kreuzotter wieder wohl. Kein Wunder, dass das Hohe Moor heute ein Schutzgebiet von europaweiter Bedeutung ist – es ist Bestandteil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000.

Diese Tour liegt im Naturschutzgebiet Hohes Moor.

Moore schützen heißt, etwas fürs Klima tun: In den wiedervernässten Flächen wird wieder CO2 gebunden und gespeichert.

Moore schützen heißt, etwas fürs Klima tun: In den wiedervernässten Flächen wird wieder CO2 gebunden und gespeichert.

Gewitterwolken über dem Moor.

Gewitterwolken über dem Moor.

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