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Burgruine Hohe Schanze

Adresse

31088 Winzenburg
Telefon: 05184 957260
E-Mail: suedlicher-sackwald@web.de
Website: www.suedlicher-sackwald.eu

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Öffnungszeiten

Mitten im Wald in der Nähe von der Ruine
Winzenburg.

Weitere Informationen

Tafeln an der Hohen Schanze

Historischer Lehrpfad Hohe Schanze

Hohe Schanze

Hohe Schanze

Die historische Bedeutung dieser Stätte und der Region um Winzenburg ist fast in Vergessenheit geraten. Die Hohe Schanze ist die höchste Erhebung des südlichen Sackwaldes (326,8 Meter über Normalnull). Sie wird auch als "Olenborg" bezeichnet und führt den heutigen Namen seit 1798. Zahlreiche jungsteinzeitliche Funde deuten auf die frühe Besiedlung durch den Menschen hin. In der frühen Eisenzeit (ab zirka 700 v. Chr.) entstanden zwei heute nur noch in Resten erhaltene Wälle. Ihre Erbauer gehören wahrscheinlich zu einer Menschengruppe, auf die viele gleichzeitige Siedlungen und Befestigungen im Leinebergland zurückgehen. Im 9. Jahrhundert wurde die Hohe Schanze immer noch, oder bereits wieder, genutzt. Die Anhöhe nahm ein großflächiges Befestigungswerk ein. Es wurde von drei Wällen, mehreren Gräben und am Rand der steilen Hänge von Kantenwällen gebildet. Den Einlass in die "Vorburg" bildete eine Toranlage, die noch heute deutlich zu erkennen ist. In ihrem Inneren erhob sich mindestens ein größeres Gebäude. Da das Gelände sich über einen großen Teil der Bergkuppe zieht, ist auch nach den Grabungen von Wilhelm Barner kaum ein vollständiges Bild von der Bebauung mit festen Häusern zu bekommen. "Ein größeres Gebäude ist durch Fundamente belegt", wie der mit Steinen bedeckte Waldboden zeigt. "Ob es sich allerdings, um eine Kirche handelte, ist heute nicht mehr zu klären. Es gibt auch
Argumente, die dagegen sprechen". In der vom Mittel- und Westwall eingeschlossenen "Hauptburg" sollen Wohn- und Wirtschaftsgebäude gestanden haben. Abschließend stand im westlichen Querwall ein Turm, der - bei Fehlen eines Baumbestandes - die Kontrolle der nahen Straßenzüge wie auch einen weiten Rundblick in die umliegenden Landschaftsteile ermöglichte - selbst der Brocken ist von hieraus gut zuerkennen. "Viele Keramikscherben heimischer und fremder Herkunft, Waffen und Eisengeräte weisen auf
einen Stützpunkt, der in der Zeit des Anschlusses Ostfalens, also des Hildesheim/ Alfelder Vorharzgebietes, an das Frankenreich eine Rolle gespielt haben mag".

 

 

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