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Rathaus Alfeld (Leine)

Adresse

Marktplatz
31061 Alfeld (Leine)
Telefon: 05181 703-111
Telefax: 05181 703-222
E-Mail: buergeramt@stadt-alfeld.de
Website: http://www.alt-..haus/index.html

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Öffnungszeiten

Öffentliches Gebäude - Stadtverwaltung

Weitere Informationen

Rathaus und Marktplatz der Stadt Alfeld (Leine). Das Rathaus, ursprünglich im gotischen Stil, wurde 1586 im Weser-Renaissancestil umgebaut. Besonders eindruckvoll sind der achteckige Treppenturm und die "Utlucht" der Schmuckerker rechts. Auf dem Marktplatz befindet sich eine Bronzeplastik "Die Zeit und ihre Geister" von Jürgen Goertz (1995)

Rathaus der Stadt Alfeld (Leine)

Rathaus der Stadt Alfeld (Leine)

Das Alfelder Rathaus ...  


Rathaus und Marktplatz Alfeld (Leine)

„1901" liest man am Hofeingang des Alfelder Rathauses. Das Datum zielt auf die letzte große Funktionsänderung des Gebäudes. Das ursprünglich ausschließlich städtischen Zwecken dienende Rat-, Hochzeits- und Kaufhaus nahm nach erheblichen Umbauten 1836 die Diensträume des neu eingerichteten Amtes Alfeld auf, wobei dem Magistrat nur noch zwei Zimmer zum eigenen Gebrauch blieben. Als dann 1852 infolge der Trennung der Justiz von der Verwaltung auch für das abgesonderte Amtsgericht besondere Räume und 1859 noch weitere Lokalitäten für das durch Hinzulegung des Amtes Lamspringe vergrößerte Amt Alfeld beansprucht wurden, verblieben dem Magistrat lediglich drei bescheidene Räume im Erdgeschoß.
1887 zog das Landratsamt aus dem Rathaus in das neu erbaute Kreisständehaus um. Man erhielt dadurch wieder einigermaßen ausreichende und würdige Diensträume. Als dann am 1. Dezember des Jahres 1900 auch das Amtsgericht zur Kaiandstraße übersiedelte, stand das Rathaus wieder gänzlich der Stadtverwaltung zur Verfügung. Man plante nun umfangreiche Innenausbauten. Ferner erfolgten auf dem Hof die Errichtung eines Nebengebäudes bei Abbruch des Gefängnishofes, Ausschachtungen und Einfriedigungen. So entstand 1901 auch die Sandsteinmauer mit dem neugotischen Hofportal. Das Kellergeschoß barg im mittleren und westlichen Teil die Ratskellerwirtschaft, die 1902 die Verlegung der Küche in das Erdgeschoß und eine Erweiterung durch einen neuen Restaurationsraum im Osten erfahren sollte. Die Wirtswohnung wurde um die des früheren Gerichtsdieners erweitert und ein Wachtlokal für die Nachtwächter als Einquartierungs- und Feuerwehrbüro und zur Abfertigung der „Armen Reisenden" eingerichtet. Putz- und Steinschmuckrestaurierungen erfolgten, außerdem erhielt der bis dahin offene Treppeneingang zur Kellerwirtschaft eine Eichentür, der Sitzungssaal eine neue Einrichtung und Dekorierung. Schließlich kamen ein kleiner Sitzungssaal und verschiedene Büroräume hinzu. Lediglich die Außenfassade blieb einer späteren Renovierung vorbehalten.

Die Stadt Alfeld (Alevellon um 1020, Alvelde nach 1200) entwickelte sich im Schutze einer landesherrlichen Burg aus einer Kaufmannssiedlung, zwischen Leinefurt und Dingstatt des Aringo am Klinsberg gelegen. Der Marktplatz erhielt seine äußere Form um 1200 und diente der Abhaltung der Märkte, von denen der Nikolausmarkt der bedeutenste war. Wegen der Scharren (leichte Verkaufsstände) wurde er auch Scharrenplatz genannt. Hier stand auch der Gerichtspfahl bzw. der Pranger oder Kaak. In seiner Nähe wurde noch im 15. Jh. unter freiem Himmel Gericht gehalten.

Der Marktplatz hatte ursprünglich eine Viereckform. Erst der Stadtbrand von 1846 ließ ein Scharrengebäude, das dem Verkauf von Nahrungsmitteln diente, an der Ecke zum Rollberg, also der jetzigen Marktstraße, verschwinden. Ähnlich erging es 1904 de Ostseite des Platzes. Dort entstanden dann 1905 zwei Steinbauten, in denen lange Zeit die AOK untergebracht war. Gleichzeitig erweiterte man die Mühlengasse zur Oberen Mühlenstraße.

Am Übergang vom Markt zur Holzer Straße lagen das Haus der Tierhandelsfirma Ruhe mit seiner symbolträchtigen Toreinfahrt und die Schlachterei von August Rasche. Die angeschlossene Gastwirtschaft hatte sogar eine doppelte Kegelbahn. Das nächste hohe Fachwerkgebäude konnte nur über eine auffallende Vortreppe erreicht werden und hatte ein großes Schaufenster. 1649 ist das folgende Haus entstanden, das mittlerweile ebenfalls durch einen Neubau ersetzt wurde. Das hier beschriebene Bild stammt aus dem Jahre 1924.

Infos über den Marktplatz

www.alt-alfeld.de/straen--plaetze/m---r/marktplatz/index.html

www.raymond-faure.com/Alfeld/alfeld.htm

 

 

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