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Böseckendorf

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37339 Böseckendorf

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In der Nacht zum 3. Oktober 1961 flohen 53 Einwohner des Dorfes auf einem Pferdewagen in den Westen nach Immingerode. Böseckendorf lag inmitten der Sperrzone, die sich hinter der Grenze 5 Kilometer tief ins Hinterland erstreckte. Seit Anfang der 1950er Jahre drei Familien aus dem Ort in den Westen geflohen waren, galten die Böseckendorfer als unsichere Kantonisten. Als die DDR-Führung nach dem Berliner Mauerbau veranlasste, auch die innerdeutschen Grenzbefestigungen zu verstärken, kamen Gerüchte hoch über unmittelbar bevorstehende Zwangsevakuierungen negativer Elemente" aus dem Grenzgebiet. Bauern, die sich gegen die Eingliederung in die LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) gewehrt hatten, entschieden sich zur Flucht in den nahen Westen, solange die provisorischen Grenzzäune noch nicht durch massivere Sperren ersetzt waren.

Fluchtweg der Böseckendorfer Quelle:Google Earth

Fluchtweg der Böseckendorfer Quelle:Google Earth

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