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Lebensraum Thalmühlbach/Höhbeck

Adresse

Nordhang des Höhbecks
29478 Höhbeck
Telefon: 05862 9673-0
E-Mail: info@elbtalaue.niedersachsen.de

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Weitere Informationen

Am Höhbeck im Nordosten von Niedersachsen ist der Thalmühlbach das verbindende Element im Übergangsbereich von der hohen Geest hinab zur Elbtalaue. In den Abendstunden können Besucher hier beobachten, wie sich Fledermäuse beide Landschaftsräume als Jagdrevier erschließen.

Historische Postkarte der Thalmühle am Elbhang zum Anfang des 20. Jahrhunderts - Foto: Biosphärenreservat

Historische Postkarte der Thalmühle am Elbhang zum Anfang des 20. Jahrhunderts - Foto: Biosphärenreservat

Der kleine Vampir aus dem Kinderbuch "Klaus Fledermaus" wohnt in Lüchow-Dannenberg. Das ist auch im richtigen Leben so. Zwischen Rundlingsdörfern und Elbe können noch zahlreiche Fledermausarten beobachtet werden, die wir andernorts in Deutschland schon nicht mehr finden. Allerdings trügt auch hier die Idylle, da Fledermäuse sogar im ländlichen Raum in heutiger Zeit das Problem haben, dass sie kaum noch geeignete Winterquartiere finden Frostfreie Unterschlupfmöglichkeiten sind in der kalten Jahreszeit für diese kleinen Säugetiere aber besonders wichtig, weil sie dort fast ein halbes Jahr Winterschlaf verbringen.Am Tahlmühlbach konnte den Kobolden der Nacht in einer ehemaligen Wassermühle ein solches Winterquartier als Lebensraum zur Verfügung gestellt werden. Das Gebäude, wo sich vor über einhundert Jahren das große Mühlrad drehte, war in den letzten Jahrzehnten im Wald völlig in Vergessenheit geraten und glich nur noch einer Ruine. Durch die Biosphärenreservatsverwaltung konnte der Baukörper im Zuge von Sanierungsarbeiten wieder vollständig geschlossen werden. Lediglich einige Einfluglöcher in der Größe von Postkarten wurden im Mauerwerk belassen. Der Aufwand wurde belohnt. Beeits in der folgenden Wintersaison haben die Fledermäuse in der alten Wassermühle Einzug gehalten; darunter auch die seltene Mopsfledermaus.Ergänzend zu den Arbeiten am Gebäude wurde der Thalmühlbach renaturiert. Eine etwa acht Meter hohe Staumauer, die sich quer im Bachbett befand und somit einer ökologischen Sperre gleichkam, konnte beseitigt werden. Dadurch hat sich das Jagdrevier der Fledermäuse bedeutend verbessert. Um die Flugaktivitäten gut beobachten zu können, wurde über den Unterlauf des Baches ein rustikaler Holzsteg errichtet. Von hier haben Besucher einen schönen Blick auf die Elbe, oder - in andere Richtung - in das ansteigende Bachtal hinein. Auch wenn Klaus Fledermaus sich mal nicht blicken lassen sollte, kann man hier beim Vorbeifahren der Elbschiffe in naturnaher Landschaft seinen Gedanken nachhängen.

Dieser Punkt liegt im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue. Dieser Punkt liegt im Naturschutzgebiet Nordhang Höhbeck und Elbvorland bei Vietze.

Dieses Projekt wurde im Rahmen des Programmes "Natur erleben" gefördert.

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