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Besucherstollen Silbersee

Adresse

Zum Jägerberg 40
49170 Hagen aTW, Das Projekt leigt in der Gemeinde Hasbergen, Anfahrt und Treffpunkt für Exkursionen ab obiger Adresse
Telefon: 0541 5014218
Telefax: 0541 75014424
Mobil: 0160 90502500
E-Mail: info@naturpark-terravita.de
Website: www.naturpark-terravita.de

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Öffnungszeiten

Auf Anfrage

Weitere Informationen

Auf dem Grund des trocken gefallenen Naturdenkmals Silbersee, liegt in einem ehemaligen Steinbruch ein Stollen, der einen beeindruckenden Einblick in die bewegte Erdgeschichte der Region gewährt. Besucher tauchen trockenen Fußes in eine vor 240 Mio. Jahren versunkene Wattenmeerlandschaft ein.

Besucher am Stolleneingang (Foto: Archiv Naturpark TERRA.vita)

Besucher am Stolleneingang (Foto: Archiv Naturpark TERRA.vita)

In der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts wurde im Hüggel, einer erdgeschichtlich in jeder Hinsicht interessanten Erhebung in den Gemeinden Hasbergen und Hagen, einer von unzähligen Steinbrüchen stillgelegt. Dieser Steinbruch füllte sich mit glasklarem Grundwasser und erhielt daher den Namen Silbersee. Hier wurde früher Kalkstein als Zuschlagsstoff für die Eisenverhüttung in der nahen Georgsmarienhütte gewonnen. Im Zuge dieses Abbaus wurde auch ein untertägiger Abbau betrieben und als Stollen angelegt. In der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts senkte sich aus bisher ungeklärten Gründen der Wasserstand, bis der Silbersee schließlich trocken fiel und auf dem Grund den Stollen freigab. Seit etwa 20 Jahren wurde der Stollen als Winterquartier von Fledermäusen genutzt. Periodisch wiederkehrende Überschwemmungen gefährdeten überwinternde Tiere und führten im Jahr 2008 zu einem Totalverlust von ca. 180 Tieren durch Ertrinken. Seitdem wird der Zugang für Fledermäuse unterbunden. Die Tiere finden als Ersatz jedoch in unzähligen Winterquartieren im FFH-Gebiet Hüggel ausreichend Unterschlupf. Wertbestimmende Arten sind hier im übrigen vor allem die Fledermäuse.Der Stollen wurde nun im Zuge der Förderung für Besucher erschlosssen. Ein untertägiger Steg wrude angelegt und führt zu interessanten Naturphänomenen. Ein reich bebilderter Exkursionsführer wurde aufgelegt und erläutert Hintergründe zu Spuren damaliger Faunenformen (z.B. Wattwürmer, Muscheln, Krebse, Hummer und Ursaurier) in einem Wattenmeer vor 240 Mio. Jahren. Geschulte Führer leiten Besucher über ein Treppensystem vorbei an einer heute schräg gestellten ehemaligen Wattenmeerstrandlandschaft in einen ca. 200 m langen Stollen. An dessen Decke finden sich längliche, gekrümmte, wurst- und Y-förige Grabgänge von Wattbewohnern. Die Farbgebung, Schichtung und Verwerfung der untertägigen Gesteinsmassen wirkt im Licht der Helmlampen der Besucher beeindruckend.Der Silberseesteinbruch ist in das TERRA.trail Radwegesystem des natur- und Geoparks eingebettet und ist zudem integraler Bestandteil des geologischen Lehrpfades am Hüggel. Der Hüggel bietet sich mit seinen vielen Wanderwegen und teils herrlichen Aussichten auf für längere Aufenthalte an. Ausgangspunkt für die gut einstündigen Exkursionen in den Silberseestollen ist das Gasthaus "Jägerberg" mit gutbürgerlicher und teils regionaler Küche. Der Silberseesteinbruch darf aus Sicherheitsgründen nur im Rahmen einer vorab gebuchten geführten tour (Dauer ca. 1 - 1/2 Stunden) betreten werden. Die TERRa.guides sind geschult und mit den Sicherheitsbestimmungen vertraut.

Dieser Punkt liegt im Naturpark TERRA.vita.

Dieses Projekt wurde im Rahmen des Programmes "Natur erleben" gefördert.

Dieses Projekt wurde mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

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