GeoLife | Das Freizeitportal in Niedersachsen | geolife.de

Beobachtungsstand Postwiesen in der Hammeniederung

Adresse

27711 Osterholz-Scharmbeck
Telefon: 04791 930574
E-Mail: Martin.Koch-Siepe@landkreis-osterholz.de

Ziel auf der Karte anzeigen »

Weitere Informationen

Beobachtungsstand in einem der bedeutendsten Feuchtgebiete Nordwestdeutschlands, der Hammeniederung. Von hier aus können im Frühjahr die Balzflüge der Wiesenvögel und im Winter die nordischen Gast- und Rastvögel auf den Überschwemmungsflächen beobachtet werden. Der Beobachtungsstand ist über ein umfangreiches Netz von Rad- und Wanderrouten erreichbar.

Weiter Blick auf die Postwiesen vom Beobachtungsstand (Foto: Landkreis Osterholz).

Weiter Blick auf die Postwiesen vom Beobachtungsstand (Foto: Landkreis Osterholz).

Eingebettet in ein dichtes Weidengehölz bietet der Beobachtungsstand nordöstlich von Osterholz-Scharmbeck den Anblick von Nasswiesen und Kleinseggensümpfe der Postwiesen, und reicht bis hin zur Waldkulisse des Ahrensfelder Moores.

Während der winterlichen Überschwemmungen können von hier Sing- und Zwergschwäne, Graugänse und andere nordische Gast- und Rastvögel in den Postwiesen beobachtet werden.

In den Sommermonaten nutzen Wiesenvögel wie die Uferschnepfe eine flache Wasseransammlung, eine sogenannte Blänke, in unmittelbarer Nähe zum Beobachtungsstand zur Nahrungssuche.

Die Brutzeit der Wiesenvögel beschert Naturbeobachtern von April bis Juni in der Morgen- und Abenddämmerung Darbietungen von Balzflügen der Bekassine. Durch ein Wummern oder Meckern kündigt sich die "Himmelsziege" an – die Männchen erzeugen mit ihren Schwanzfedern im Sturzflug die merkwürdigen Geräusche.

Der Balzflug der Uferschnepfen ist auf andere Weise spektakulär: Das Männchen fliegt steil auf, dreht sich um seine Längsachse und stürzt dann steil aus großer Höhe herab. Hierbei lässt es einen charakteristischen "grutto-grutto"-Ruf hören. Die Darbietung soll andere Männchen aus dem Territorium vertrieben.

Ein regelmäßiger Gast am Beobachtungsstand ist daneben der Kiebitz. Auch er kann mit tollkühnen Flugmanövern und speziellen Lautäußerungen aufwarten. Von Juli bis September nutzen mehrere tausend Kiebitze die Hammeniederung als Mausergebiet, das heißt, hier werden die Federn gewechselt.

Die Hammeniederung ist eines der bedeutendsten Feuchtgebiete Nordwestdeutschlands. Den gewässerreichen Niederungsraum durchziehen Flussläufe, Altarme und miteinander vernetzte Gräben und Kanäle, die mit Röhrichtflächen, Seggenrieden und kleinen Nieder- und Hochmoorbereichen verzahnt sind. Vor allem ist die Niederung durch Feucht- und Nassgrünland geprägt.

Diese Lebensraumvielfalt auf großer Fläche ist in Norddeutschland eine Rarität. Entsprechend kostbar sind die Tier- und Pflanzenarten, die hier vorkommen. Zu den schützenswerten Arten in der Hammeniederung zählen unter anderem Bekassine und Uferschnepfe, Wiesenweihe, Wachtelkönig, Schilfrohrsänger, Knäckente und Sumpfohreule sowie vom Aussterben bedrohte Libellenarten wie die Grüne Mosaikjungfer und die Späte Adonislibelle. Da ist es kein Wunder, dass die Hammeniederung sogar Bestandteil des europaweiten Schutzgebietsnetzes "Natura 2000" ist.

Die Biologische Station Osterholz bietet jedes Jahr ein Veranstaltungsprogramm für das Teufelsmoor mit dem Titel "Wege ins Moor", das auch Touren, Führungen, Vorträge und Torfkahnfahrten in die Hammeniederung beinhaltet.

Dieses Projekt wurde im Rahmen des Programmes "Natur erleben" gefördert.

Dieses Projekt wurde mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

PDF-Ausdruck Informationen als PDF herunterladen

« zurück zur Übersicht »