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Beobachtungsturm Lauenbrücker Moor

Adresse

27289 Lauenbrück, Parkplatz Benkeloher Weg in Lauenbrück
Telefon: 04761 71330
E-Mail: info@nabu-umweltpyramide.de

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Der Beobachtungsturm Lauenbrücker Moor ist einer von mehreren Kranich-Beobachtungsplätzen im Landkreis Rotenburg. Er bietet nicht nur einen Ausblick auf die Moorflächen, sondern im Herbst in den späten Nachmittagsstunden zuweilen spektakuläre Erlebnisse hunderter vorbeiziehender Kraniche.

Den Beobachtungsturm Lauenbrücker Moor passieren im Herbst hunderte von Kranichen beim Einflug zu ihren Schlafplätzen (Foto: J. Hicke).

Den Beobachtungsturm Lauenbrücker Moor passieren im Herbst hunderte von Kranichen beim Einflug zu ihren Schlafplätzen (Foto: J. Hicke).

Ein kurzer Spaziergang führt vom Parkplatz zum Beobachtungsturm im Lauenbrücker Moor. Weit kann man hier den Blick über die offene Moorlandschaft schweifen lassen, in der Kraniche Rast- und Brutplätze finden. 

Zwischen Ende September und Mitte Dezember, zur Herbstzugzeit der Kraniche, kann man hier kurz vor Einbruch der Dämmerung hunderte von Kranichen beobachten die, oftmals in größeren Gruppen, spektakulär am Turm vorbei in Richtung ihrer Schlafplätze ziehen.

Im Frühjahr und Frühsommer können manchmal auch einzelne Kraniche beobachtet werden, die im Gebiet brüten. In den Sommermonaten sind mit Glück außerdem Kornweihen und Rohrweihen, Watvögel, Sumpfohreulen und Seeadler mit dem Fernglas auszumachen.

Die Moore im Landkreis Rotenburg sind, neben der Diepholzer Moorniederung, ein bedeutendes niedersächsisches Rastgebiet für Kraniche auf dem Herbstzug in Richtung Süden. Hauptschlafplätze befinden sich hier im Huvenhoopsmoor und im Tister Moor. Nachts finden die Kraniche dort in flachen Gewässern vor Feinden sichere Übernachtungsmöglichkeiten. Tagsüber sind sie in einem weiten Umkreis um die Schlafplätze auf abgeernteten Mais- und Ackerflächen anzutreffen, wo sie oft in großen Trupps nach Nahrung suchen.

Die herbstliche Kranichrast im nördlichen Teufelsmoor beginnt etwa Mitte September und steigt in der zweiten Septemberhälfte langsam an. Zwischen Mitte Oktober und Mitte November erreicht das Zuggeschehen, je nach Witterung, seinen Höhepunkt – bei starkem Frost ziehen die Tiere schnell ab, beim milden Temperaturen bleiben sie länger.

Zweimal pro Jahr gehen die Nomaden der Lüfte auf Reisen. Im Frühjahr fliegen sie zielgerichtet in ihre Hauptbrutgebiete in Russland, Skandinavien und dem Baltikum. Im Herbst, wenn man sie in Niedersachsen zu Gesicht bekommt, sind sie gerade auf dem Weg in wärmere, nahrungsreiche Regionen nach Zentralspanien oder in den östlichen Mittelmeerraum, um dort zu überwintern.

Dieses Projekt wurde im Rahmen des Programmes "Natur erleben" gefördert.

Dieses Projekt wurde mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

Weitere Informationen als PDF herunterladen Flyer 'Kranicherlebnis im Landkreis Rotenburg'

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