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Kranichschanze im Huvenhoopsmoor bei Glinstedt

Adresse

27442 Gnarrenburg / Glinstedt
Telefon: 04761 71330
E-Mail: info@nabu-umweltpyramide.de

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Weitere Informationen

Wen packt nicht die Sehnsucht, wenn Kraniche laut rufend den Himmel kreuzen? – Die Kranichschanze Glinstedt in der Hochmoorlandschaft des Huvenhoopsmoores ist einer von mehreren Kranich-Beobachtungsplätzen im Landkreis Rotenburg. Während des Herbstzuges bietet sich von hier das Erlebnis des Einflugs der Kraniche zu ihren Schlafplätzen.

Auf NABU-Exkursion zur Kranichschanze (Foto: J. Hicke).

Auf NABU-Exkursion zur Kranichschanze (Foto: J. Hicke).

Vorbei an ehemaligen Handtorfstichen und Gräben gelangt man vom Parkplatz auf einem kurzen Spazierweg zur Kranichschanze im südlichen Teil des Naturschutzgebietes Huvenhoopsmoor.

Zwischen Ende September und Mitte Dezember ist die Luft hier oft erfüllt von den trompetenden Rufen der Kraniche. Die Chancen stehen gut, in der Dämmerung an der Kranichschanze den Einflug der Kraniche zu ihren Schlafplätzen zu beobachten; auf dem mehrere tausend Kilometer langen Herbstzug in Richtung Süden finden sie im wiedervernässten Moor und seinem Umland gute Bedingungen für eine Rast.

Kranichliebhaber haben im Herbst die Qual der Wahl zwischen Exkursionen, die der NABU zur Hauptzugzeit zur Kranichschanze anbietet, und Touren auf eigene Faust zur Kranichschanze und weiteren Beobachtungsorten bei Rastplätzen. Informationen zu Exkursionen gibt es unter www.kranichbeobachtung.de.

Das Huvenhoopsmoor gehört zum nördlichen Ausläufer des Teufelsmoores, einst einer der größten Moorkomplexe in Deutschland. Die Moore im Landkreis Rotenburg sind, neben der Diepholzer Moorniederung, ein bedeutendes niedersächsisches Rastgebiet für Kraniche auf dem Herbstzug in Richtung Süden. Hauptschlafplätze befinden sich hier im Huvenhoopsmoor und im Tister Moor. Nachts finden die Kraniche dort in flachen Gewässern vor Feinden sichere Übernachtungsmöglichkeiten. Tagsüber sind sie in einem weiten Umkreis um die Schlafplätze auf abgeernteten Mais- und Ackerflächen anzutreffen, wo sie oft in großen Trupps nach Nahrung suchen.

Die herbstliche Kranichrast im nördlichen Teufelsmoor beginnt etwa Mitte September und steigt in der zweiten Septemberhälfte langsam an. Zwischen Mitte Oktober und Mitte November erreicht das Zuggeschehen, je nach Witterung, seinen Höhepunkt – bei starkem Frost ziehen die Tiere schnell ab, beim milden Temperaturen bleiben sie länger.

Zweimal pro Jahr gehen die Nomaden der Lüfte auf Reisen. Im Frühjahr fliegen sie zielgerichtet in ihre Hauptbrutgebiete in Russland, Skandinavien und dem Baltikum. Im Herbst, wenn man sie in Niedersachsen zu Gesicht bekommt, sind sie gerade auf dem Weg in wärmere, nahrungsreiche Regionen nach Zentralspanien oder in den östlichen Mittelmeerraum, um dort zu überwintern.

Dieser Punkt liegt im Naturschutzgebiet Huvenhoopsmoor.

Dieses Projekt wurde im Rahmen des Programmes "Natur erleben" gefördert.

Dieses Projekt wurde mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

Weitere Informationen als PDF herunterladen Flyer 'Kranicherlebnis im Landkreis Rotenburg'

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