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Vogelkieker – Bus-Safari zu Nonnengans und Uferschnepfe

Adresse

21729 Freiburg, Bahnhofstraße, KVG Betriebshof
Telefon: 04141 12561
E-Mail: verein-naturerlebnisse@landkreis-stade.de

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Weitere Informationen

Auf geführten Touren mit dem Doppeldeckerbus „Vogelkieker“ kann man die Kehdinger Elbmarschen als eine Drehscheibe des Vogelzugs in Niedersachsen und wichtiges Vogelbrutgebiet erleben.

Gänseschwarm vor dem Kehdinger Leuchtturm – die Marschen zwischen Freiburg und Balje sind in jedem Jahr Einflugschneise für nordische Gänse während des Zuges in die Überwinterungsgebiete und zurück in die Brutgebiete.

Gänseschwarm vor dem Kehdinger Leuchtturm – die Marschen zwischen Freiburg und Balje sind in jedem Jahr Einflugschneise für nordische Gänse während des Zuges in die Überwinterungsgebiete und zurück in die Brutgebiete.

Die Niederelbe ist ein Zugvogel-Treffpunkt. Wer die Vogelwelt der Nordkehdinger Elbmarschen zwischen Stade und Cuxhaven erleben möchte, ohne Wind und Wetter über sich ergehen zu lassen, kann eine Tour mit dem Vogelkieker buchen. Der Doppeldeckerbus dient dabei als Vogelbeobachtungsstation auf Rädern.

Die dreistündigen Ausflüge, die im Herbst und Frühjahr angeboten werden, führen in Begleitung von Biologen durch die Kehdinger Elbmarschen mit dem EU-Vogelschutzgebiet Unterelbe. Der Grund: Die Unterelbe liegt auf der Flugroute zehntausender Zugvögel aus Skandinavien und Sibirien – auf ihrer Wanderung in Richtung Atlantik und zurück in die Brutheimat. Insbesondere Teile der Kehdinger Elbmarschen sind ein wichtiges niedersächsisches Brut-und Rastgebiet für nordische Gänse, andere Wasservögel, für Watvögel und Brutplatz für Vogelarten des Grünlands, der Salzwiesen und Röhrichte

Ein Naturschauspiel bietet sich Vogelkieker-Gästen zum Beispiel beim Anblick von bis zu 80.000 sibirischen Nonnengänsen, die sich an der Elbe Energie für ihren Weiterflug anfressen. 5.000 Kilometer legen die schwarz-weißen Gänse auf dem Weg aus ihrem Brutgebiet Nowaja Semlja im Nordpolarmeer an die Niederelbe zurück, um hier auf dem Weg in Richtung Atlantik zu rasten oder zu überwintern.

Auch 25.000 Blässgänse, ebenso viele Graugänse, 20.000 Pfeifenten und 33.000 skandinavische Goldregenpfeifer machen das niedersächsische Elbufer zwischen Barnkrug und Belum zu einem „Feuchtgebiet internationaler Bedeutung“.

Im Frühjahr werden die Zugvögel von Wiesen- und Wasservögeln abgelöst, die in Elbnähe brüten: Kampfläufer, Säbelschnäbler und sogar Seeadler sind darunter, deren Anblick die Herzen der Vogelkieker-Gäste höher schlagen lässt. Auch Uferschnepfen, die an der Elbe brüten und in Afrika überwintern, kann man auf Vogelkieker-Touren im Frühjahr in ihrer Balz- und Brutphase erleben. Tierfilmer wie Heinz Sielmann lockte das Geschehen bereits an die Niederelbe.

An den Vogelkieker, der sich den Rastplätzen vorsichtig nähert, haben sich die Vögel längst gewöhnt: Nonnengänse und Pfeifenten lassen sich oft aus wenigen Metern Entfernung beim Grasen von der Beobachtungsetage des Busses auf den Schnabel schauen.

Hochwertige Ferngläser, Vogel-Bestimmungstafeln und Informationsmaterial gibt es an Bord. Neben öffentlichen Touren organisiert der Stader Verein zur Förderung von Naturerlebnissen auch Touren für Gästegruppen und besonders für Schulklassen.

Dieses Projekt wurde im Rahmen des Programmes "Natur erleben" gefördert.

Dieses Projekt wurde mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

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