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Schachbrettblumen im Naturschutzgebiet Juliusplate

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27804 Berne
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Das Naturschutzgebiet Juliusplate an der Unterweser beherbergt eine botanische Rarität: Schachbrettblumen. Zwischen Mitte April und Mitte Mai können Besucher die Blüte der Liliengewächse im Außendeichsgelände erleben.

Wo man der Weser Überschwemmungsflächen lässt, wie an der Juliusplate, stellt sich auf den Mähwiesen bei entsprechender Bewirtschaftung eine bunte Pflanzenartenvielfalt ein (Foto: G. Mühlner).

Wo man der Weser Überschwemmungsflächen lässt, wie an der Juliusplate, stellt sich auf den Mähwiesen bei entsprechender Bewirtschaftung eine bunte Pflanzenartenvielfalt ein (Foto: G. Mühlner).

Naturnahe Bereiche gibt es an der eingedeichten Weser nicht mehr viele. Größere Flächen, die noch der natürlichen Tidedynamik unterliegen, umfasst das Naturschutzgebiet Juliusplate bei Berne. Grünland, Röhrichte und Auwaldreste, Priele und Flusswattflächen prägen das Gebiet.

Eine botanische Besonderheit beherbergen Teile des nicht eingedeichten Grünlands im Naturschutzgebiet: Schachbrettblumen blühen hier südöstlich der B74 nahe des Fähranlegers Berne zwischen Mitte April und Mitte Mai zu Tausenden; Die meist violetten, vereinzelt weißen, glockenförmigen Blüten mit dem schachbrettartigen Muster ziehen alljährlich Naturliebhaber an. Von der Zufahrt zum Fähranleger und entlang eines Stichweges, der vom Deichfuß an der B74 Richtung Südosten ins Gebiet hineinführt, hat man die Pflanzen gut im Blick.

Schachbrettblumen sind sehr selten und stark gefährdet. In Deutschland kommt die Pflanzenart nur noch auf wenigen kleinen Standorten vor. In Niedersachsen findet man sie neben der Juliusplate nur noch an einer anderen Stelle, im Junkernfeld an der Elbe nördlich von Winsen. Ein weiterer niedersachsennaher Standort befindet sich in der Haseldorfer Marsch an der Unterelbe, auf schleswig-holsteinischem Gebiet.

Dass aus der Art eine Rarität geworden ist, verwundert nicht: Der natürliche Lebensraum der Schachbrettblumen sind Flussauen; Schachbrettblumen wachsen dort in nassen, offenen Bereichen, und lieben zeitweilige Überschwemmungen und wechselnde Wasserstände. Solche natürlichen Überschwemmungsbereiche sind in den vergangenen Jahrzehnten durch Eindeichungen in großem Umfang verloren gegangen.

Zudem sind Schachbrettblumen keine Freunde von Düngung, Entwässerung und einer frühen Mahd; auch Beweidung vertragen sie kaum.

Um die anspruchsvolle Pflanze auf der Juliusplate zu erhalten, ist deshalb der früheste Mahdtermin hier auf den 15. Juni festgesetzt; so ist eine Vermehrung über Samen nach der Blüte gesichert.

Keine botanischen Raritäten, sondern Klangerlebnisse hält die Juliusplate im Frühjahr etwa 500 Meter südlich des Fähranlegers bereit: Von Ende April bis Mitte Juni kann man hier tagsüber wie auch nachts mit Glück dem durchdringenden, wohltönenden Schmettern und Flöten mehrerer Nachtigallmännchen lauschen.

Geführte Wanderungen zu den botanischen Besonderheiten auf der Juliusplate bieten die Gästeführerinnen des Stedinger Landes auf Nachfrage.

Schachbrettblumen sind sehr selten und stark gefährdet. In Deutschland kommt die Pflanzenart nur noch auf wenigen kleinen Standorten vor. In Niedersachsen findet man sie neben der Juliusplate nur noch an einer anderen Stelle, im Junkernfeld an der Elbe nördlich von Winsen. Ein weiterer niedersachsennaher Standort befindet sich in der Haseldorfer Marsch an der Unterelbe, auf schleswig-holsteinischem Gebiet.

Dass aus der Art eine Rarität geworden ist, verwundert nicht: Der natürliche Lebensraum der Schachbrettblumen sind Flussauen; Schachbrettblumen wachsen dort in nassen, offenen Bereichen, und lieben zeitweilige Überschwemmungen und wechselnde Wasserstände. Solche natürlichen Überschwemmungsbereiche sind in den vergangenen Jahrzehnten durch Eindeichungen in großem Umfang verloren gegangen.

Zudem sind Schachbrettblumen keine Freunde von Düngung, Entwässerung und einer frühen Mahd; auch Beweidung vertragen sie kaum.

Um die anspruchsvolle Pflanze auf der Juliusplate zu erhalten, ist deshalb der früheste Mahdtermin hier auf den 15. Juni festgesetzt; so ist eine Vermehrung über Samen nach der Blüte gesichert.

Keine botanischen Raritäten, sondern Klangerlebnisse hält die Juliusplate im Frühjahr etwa 500 Meter südlich des Fähranlegers bereit: Von Ende April bis Mitte Juni kann man hier tagsüber wie auch nachts mit Glück dem durchdringenden, wohltönenden Schmettern und Flöten mehrerer Nachtigallmännchen lauschen.

Geführte Wanderungen zu den botanischen Besonderheiten auf der Juliusplate bieten die Gästeführerinnen des Stedinger Landes auf Nachfrage.

Dieser Punkt liegt im Naturschutzgebiet Juliusplate.

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