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Moorkieker - Stade

Adresse

21706 Drochtersen, Moorkiekerbahnhof Aschhorn
Telefon: 04141 12561
Telefax: 04141 2563
E-Mail: verein-naturerlebnisse@landkreis-stade.de
Website: www.moorkiekerbahn.de

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Öffnungszeiten

Saison von April - Oktober; öffentliche Fahrten: jeden 1. und 3. Sonntag in der Saison von 10.00 - 13.00 Uhr

Weitere Informationen

Mit einer umgebauten Lorenbahn kann man auf einer dreistündigen Tour durchs Aschhorner Moor den Wandel dieser Landschaft vom ursprünglichen Moor bis zur renaturierten Fläche erleben. Auf der 4 km langen Strecke gibt es feste Stationen.

Unterwegs mit dem Moorkieker (Foto: Verein zur Förderung von Naturerlebnissen)

Unterwegs mit dem Moorkieker (Foto: Verein zur Förderung von Naturerlebnissen)

Hochmoore gibt es in Norddeutschland einige, doch dass zwei Flüsse zur Entstehung beitragen ist selten. Das Kehdinger Moor, das sich nordwestlich von Stade 22 Kilometer in die Länge und bis zu fünf Kilometer breit erstreckt, liegt zwischen der Unterelbe und dem Elbnebenfluss Oste. Das 40 Quadratkilometer große Kehdinger Moor ist eine Landschaft im Wandel. Vor rund 4000 Jahren begann sich hier das Hochmoor zu bilden und rund 200 Jahre ist es her, dass die Menschen den Torf als Brennstoff zu nutzen begannen

Heute gewinnen die Euflor-Humuswerke industriell Torf mit der Auflage, die Flächen anschließend wieder der Natur zu überlassen. Auf den wiedervernässten Flächen wachsen inzwischen Torfmoose und Wollgras. Noch immer gibt es gefährliche Schwingrasen, Insekten fressenden Sonnentau, seltene Orchideen, die sich wie der Beinbrech an den nährstoffarmen, nassen Moorboden angepasst haben. Auch Kreuzottern und der einsam rufende Brachvogel sind noch zu finden. 

Nachdem sich vor 200 Jahren die Menschen daran machten, das Moor zu kultivieren, ist die einstige Naturlandschaft auf dem Rückzug. Torfgewinnung und Nutzung der Randflächen als Wiesen und Weiden prägen das Bild. Seit den 1930er Jahren zogen die Bauern Gräben durch die Torf- und Heideflächen. Heute sind rund 80 Prozent des Moores entwässert. Seit den 1950er Jahren wird Torf auf hunderten von Hektar auch industriell abgebaut. Auch darüber informiert die Moorkieker-Tour vor Ort.

In den wiedervernässten Moorflächen leuchten im Mai/Juni weit die Fruchtstände der Wollgräser und seltene Vögel wie Trauerseeschwalbe und Rothalstaucher haben sich im Kehdinger Moor angesiedelt.

Eine originelle und bequeme Möglichkeit, die Welt des Hochmoores und dessen Landschaftswandel zu erleben ist der Moorkieker. Dabei handelt es sich um eine für den sicheren Personentransport umgebaute Lorenbahn, mit der die Euflor-Humuswerke früher Torf transportierten. In einer zwei- bis dreistündigen Fahrt passiert die Moorkieker-Bahn zwischen April und Oktober auf dem Gelände der Euflor-Humuswerke die Stadien des Landschaftswandels gewissermaßen im Zeitraffer. Alle Fahrten werden fachkundig begleitet.

Biologen erklären...

3000 Jahre altes Torfmoos - ein Bodenquerschnitt zur Moorentwicklung.Vom Spaten zum Spezialbagger - Torfabbau gestern, heute und morgen.Wasser als Lebenselexier - die Renaturierung des Hochmoores als großes Experiment.Fleischfressende Pflanzen und blaue Froschmänner - die Flora und Fauna eines Hochmoores.

Ihnen wird die Enstehung des Moores, der Torfabbau sowie die Renaturierung erläutert. Eine Voranmeldung beim Verein zur Förderung von Naturerlebnissen ist nötig.

Am Rande des 4 km langen Moorkieker-Rundkurses hat der Verein zur Förderung von Naturerlebnissen einiges auf die Beine gestellt. 1.200 m lange Holz-Bohlenwege sorgen dafür, dass niemand nasse Füße bekommt und die empfindlichen Moorpflanzen keine Schaden nehmen. Auf dem Bohlenpfad geht es in eine kleine Restfläche ursprünglichen Moores, wo Sie insektenfressende Sonnentaupflänzchen, Eidechsen, Moorschmetterlinge, Wollgras oder auch den Moorfrosch entdecken können. Ein großes Modell erklärt die Entstehung des Kehdinger Hochmoores. Von der Aussichtsplattform können Sie den Blick über die weite Landschaft genießen. Am Erlebnisplatz können nicht nur Schulkinder im Moor matschen, den Hand-Torfstich kennenlernen und Wassertiere keschern. Und im "Haus im Moor" können Moorpflanzen und -tiere unter die Lupe genommen werden. Es liegt mitten in einem Moorsee und bietet auch bei schlechtem Wetter Raum für Bildungsveranstaltungen. Hier können Sie auch eine Moor-Vesper aus biologisch erzeugten Zutaten buchen.

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