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Kloster St. Mauritius, Ebstorf

Adresse

Kirchplatz
29574 Ebstorf
Website: www.tourismus-und-kirche.de

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Weitere Informationen

Das Kloster Ebstorf ist 1197 urkundlich belegt. Gegründet wurde es vermutlich von Prämonstratensermönchen.

 Stifter war Volrad von Bodwede, Graf von Dannenberg und Neffe Heinrichs des Löwen, der durch Klostergründungen seinen Einfluß zu festigen suchte. Nach einem Brand kamen Benediktinerinnen aus dem Kloster Walsrode nach Ebstorf.  Ebstorf entwickelte sich zu einem Marienwallfahrtsort. Klostergebäude und Kreuzgang sind in norddeutscher Backsteingotik vollständig erhalten (14. Jh.), ebenso die große Hallenkirche mit Nonnenempore. Das Refektorium ist z. Z. in Restaurierung.  Der Turm stammt aus dem 16. Jh., die Propstei aus dem Ende des 15. Jhs. Zwei kirchliche Bewegungen veränderten das geistliche Profil des Klosters: die Bursfelder Klosterreform im Sinne einer strengeren Beachtung der Klosterregeln sowie die Annahme der Reformation im 16. Jh. unter dem Celler Welfenherzog Ernst des Bekenners. Bis heute wird das ev.-luth. Kloster von einem Konvent, dem eine Äbtissin vorsteht, mit geistlichem Leben erfüllt. Dazu gehört auch die tägliche gemeinsame Andacht. 

Ausstattung: 

Berühmt wurde das Kloster durch seine Weltkarte (13. Jh.): Auf 13 m2 Pergament stellt sie die im Mittelalter bekannten Länder mit Jerusalem als Mitte der Welt dar, umfaßt und getragen von der Gestalt Jesu Christi. Das Kloster besitzt eine originalgetreue Kopie, das Original ist 1943 durch Kriegseinwirkung verbrannt.  

Sehenswert:      

mittelalterliche Glasfenster im Nonnenchor (Ende 14. Jh.) sowie im Kreuzgang (15 Fenster >Speculum humanae salvationes<, um 1400). Dreiarmiger Messingstandleuchter (15. Jh.). Madonnen (13. ­ 15. Jh.). Standfigur St. Mauritius (13. Jh.). Taufe (1310). Renaissancekanzel (1615) sowie mittelalterliche Truhen und Schränke.

Auskunft: Kloster Ebstorf, Kirchplatz 10, 29574 Ebstorf, Tel.: 05822-2304

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