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Ziegel-Brennofen Nienstädt

Adresse

Bahnhofstr.
31688 Nienstädt, Nienstädt

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Die in Nienstädt entwickelten Koksbacköfen, die >Schaumburger Meileröfen

Bereits 1811 gab es in Nienstädt erste Versuche mit der Abschwefelung der Schaumburger Steinkohlen zu sogenannten >Coaks<. Wirtschaftliche Bedeutung bekam die Verkokung ab 1816, als ein Vertrag mit den Oberharzer Silberhütten über die Abnahme großer Mengen Koks zustande kam. Mit dem Siegeszug der Eisenbahn, als Großabnehmer für Koks, kam der endgültige Durchbruch. Die in Nienstädt entwickelten Koksbacköfen, die >Schaumburger Meileröfen<, wurden europaweit kopiert. Der enorme Bedarf an extrem feuerfesten Ziegelsteinen für die Koksöfen wurde vor Ort gedeckt. Ein letzter stummer Zeuge ist dieser bienenkorbförmige Ziegelofen auf dem Schulhof in Nienstädt, in dem die Steine gebrannt wurden. Die blühende Kokerei brachte manchen Arbeitsplatz und guten Verdienst, aber den Anwohnern auch viel Verdruss. Auf den umliegenden Feldern wuchs nichts mehr. Die ungefiltert austretenden Schwefeldämpfe ließen selbst im entfernten Stadthagen die Silberauslagen der Juweliere in den Fenstern schwarz anlaufen.

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