Klint
28790 Neuenkirchen
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Die St. Michaelskirche stammt aus dem Jahre 1192. Sie war immer wesentlicher Mittelpunkt von Neuenkirchen. Der quadratische Feldstein- turm mit seinen zwölf Rundbogenfenstern beiderseits der Glockenstube geht in diese Zeit zurück. Sein Mauerwerk hat eine Dicke von 1,75 Metern, die Turmecken wurden aus sorgfältig behauenen Quadern von Porta - Sandstein aufgeführt; der Turmhelm ist als vierseitiges Zeltdach ausgebildet. Türme dieser Bauart gibt es nur noch in Berne und in Hannover.
Die Kirche diente zugleich als Zufluchtsort bei Überfällen und kriegerischen Ereignissen. Die Besonderheit ist die massive Bauweise der Michaelskapelle. Bemerkenswert ist auch die aus Feldsteinen gemauerte Einfriedung. Charakteristisch sind vor allem die Säulen mit einfachen Würfelkapitälen ohne jede Verzierung, die das für die Frühromantik bezeichnende Kreuzgewölbe tragen. Es gibt in Deutschland nur zehn Kapellen dieser Art.