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Kloster Lamspringe

Adresse

Kloster 3
31195 Lamspringe, Samtgemeindeverwaltung
Telefon: 05183 8350017
Telefax: 05183 8350010
E-Mail: t.butchereit@samtgemeinde-lamspringe.de
Website: www.lamspringe.de

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Öffnungszeiten

Führungen nach vorheriger Vereinbarung
Tourismusbüro 05183 / 500-17

Weitere Informationen

Wappen Flecken Lamspringe

Das Kloster Lamspringe wurde 847 von Graf Ricdag gegründet. Im Ambiente des Klosters findet jährlich der weithin bekannte "Lamspringer Kulturseptember" statt. Zum Bereich der Klosteranlage gehört der 5,5ha große Klostergarten mit zwei idyllischen Teichen.

Das Kloster Lamspringe wurde 872 erstmals urkundlich erwähnt.


Im Kloster Lamspringe, das 872 erstmals urkundlich erwähnt wird, lebten bis zu 180 Nonnen. Zum umfangreichen Besitz gehörten 840 Morgen Land, Waldbesitz und zehn Mühlen. Von 17 Dörfern zog das Kloster den Zehnten ein. Einem Schutzbrief von Papst Innozenz II., aus dem Jahre 1138 ist zu entnehmen, dass im Kloster nach der Regel des heiligen Benedikt gelebt wurde. Den Klosterpark zieren Skulpturen.Die Klosterkirche wurde von 1670 bis 1691 im Stil der westfälischen Neugotik erbaut, und zwar an der Stelle, an der die baufällige, mittelalterliche Vorgängerin stand. Die barocke Ausstattung gehört zu den künstlerisch wertvollsten in Niedersachsen.  Die Blumenbilder in den Kreuzgratgewölben wurden, wie fast alle Bilder in der Kirche, von Hieronymus Sies gemalt. Die Schnitzereien an Hochaltar, Chorgestühl, Chorschranken, Kanzel und Taufbecken haben Mitglieder der Bildschnitzerfamilie Lessen aus Goslar geschaffen, den Hochaltar der Bildhauer J. M. Gröninger aus Münster. Die herrliche Orgel von 1700 gehört zu den schönsten in der Diözese Hildesheim.
Unter dem neuen Altar befindet sich der Reliquienschrein des Heiligen Oliver Plunkett. Der irische Erzbischof starb 1681 in London als Märtyrer. Seine Gebeine wurden später nach Lamspringe geholt und in der Abteikirche beigesetzt. Er ruht wie der Klosterstifter Graf Ricdag zu Winzenburg in der Krypta.

Der ehemalige Klostergarten mit der sagenumwobenen Lammequelle wurde 1965 zum Bürgerpark umgewidmet. Der Malerische Klosterpark wird von Teichen und moderner Kunst bestimmt. Sechs Skulpturen sind hier 1984 während eines Bildhauersymposiums entstanden. In der Klostermühle am Rande des Parks wohnen und arbeiten Künstler, die für eine befristete Zeit ein Arbeitsstipendium erhalten haben.

Die Gründung des alten Benediktinerinnenklosters geht auf die Stiftung des Grafen Ricdag und seiner Frau im Jahre 847 zurück. Das Kloster wurde von den Hildesheimer Bischöfen und adeligen Familien reich beschenkt, so dass es sich zu einer bedeutenden geistlichen Einrichtung entwickelte.

Die Reformation im Jahre 1568 führte zur Umwandlung des Kosters in ein evangelisches Damenstift des Herzogtums Braunschweig, das bis zur Rückgabe an das Bistum Hildesheim im Jahre 1629 bestand.

1643 belebten englische Benediktiner das Kloster neu. Da die Kirche des alten Klosters baufällig war, schufen die Mönche in 21 Jahren (1670 – 1691) die heutige Kirche im Stil der westfälischen Nachgotik mit ihrer reichen barocken Innenausstattung. Das neu gegründete Kloster blühte schnell auf und bestand unter acht Äbten bis zu seiner Auflösung im Jahre 1803. Seitdem ist die Klosterkirche die Pfarrkirche der katholischen Pfarrgemeinde Lamspringe. Unter dem Hauptaltar werden Reliquien des irischen Märtyrers Oliver Plunkett verwahrt. Plunkett wurde am 11. Juli 1681 hingerichtet und 1975 heilig gesprochen. Jährlich, am letzten Samstag im August, findet zu seinen Ehren die „Oliver Plunkett – Wallfahrt“ statt.

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